Sonnenlicht

Sonnenlicht


Wähnt sich die Sonne der Gewissheit,

dass der Mond wohl scheint im Licht

ihrer Strahlen und wohl niemals

glaubt zu sehen sein Gesicht.

 

Eitel, liebe Sonne, wecke

nicht was schlief in dunkler Nacht,

und wohl taumelnd, stets im Glauben,

dass nur sie dies hätt’ vollbracht.

 

Doch am nächtens leeren Himmel

ist kein Mond, kein Licht zu seh’n,

dessen Schein die Träume weckte

und die Sonne wird versteh’n.

 

Tränenregen löscht die Sonne

und enthüllt die finstre Nacht,

bis der Mond ersteigt zum Himmel,

und der Sonnen Licht entfacht.

1 Kommentar 19.2.09 10:14, kommentieren

Schattendasein

Schattendasein


Gleich dem Schatten einer Seele,

deren Macht ich bin gewiss,

gleich dem Feuer dunkler Macht,

welche mich ins Dasein stieß.

 

Schreie auf! Versuch zu wecken,

jene die da taub und blind.

Diese, welche ohne Zweifel

nicht der Taten Herren sind.

 

Und verzweifelt, gleich der Sehnsucht,

taucht sich Deine Welt in Schmerz,

und ohne je geliebt zu haben

wird zerbersten Dir Dein Herz.

2 Kommentare 20.2.09 09:16, kommentieren

Bittere Liebe

Bittere Liebe


Seidene Stille mit stählerner Kraft,

zieht um den Körper, erfüllt ihn ganz.

Trughafte Sanftheit der bitteren Liebe,

in funkelnder Klarheit ersterbendem Glanz.

 

Und undurchdringliche Dunkelheit,

reißt mich hinab in den kalten Tod.

Eingewoben in gleißende Schatten,

so glänzend, wie Perlen im Morgenrot.

 

Jesse van Hook 

1 Kommentar 23.9.08 09:49, kommentieren

Sehnsucht

Sehnsucht


Sehnsucht brennt sich in die Herzen,

derer, die einmal geliebt,

ohne Nähe wird zerreißen,

was die Liebe einst besiegt.

 

Einsamkeit das Los all derer,

die verzweifelt bar des Lichts,

Mauern um die Wunden bauen,

trudeln leidvoll so ins Nichts.

 

Wehmut schürt den Wunsch zu sterben,

trostlos scheint ein jeder Tag,

keine Freude an den Dingen,

die die Welt uns zeigen mag.

 

Hoffnung schimmert uns entgegen,

milde Gesten, tröstend’ Wort,

und schleudert wie ein wilder Sturm,

die Fesseln der Verzweiflung fort.

 

Jesse van Hook 

1 Kommentar 23.9.08 09:47, kommentieren

Tiefes Leid

Tiefes Leid

 

Sinn verhehlend, Blicke stehlend,

findet man des Menschen Leid,

Liebe suchend zur Verzweiflung,

hat Dein Tod mein Herz entzweit.

 

Düsternis und schwarzer Himmel,

meine Welt fiel aus dem Lot.

Liebe ich des nachts das Dunkel,

so fürchte ich das Morgenrot.

 

Meine Seele ausgebrannt,

tiefer Schmerzen zehrend’ Stunden,

schlaflos, ohne Ruhe findend,

zieh ich langsam meine Runden.

 

Blauer Nebel zieht in Schleiern,

hüllt sich leise um Dein Grab,

legt sich wie die tiefe Liebe,

welche einstmals uns umgab.

 

Tief im See Dein Herz ertrank,

meine Sehnsucht martert mich.

Einmal sehen wir uns wieder.

Liebe währet ewiglich!

 

Jesse van Hook 

2 Kommentare 12.9.08 07:57, kommentieren

Seelenschmerz

Seelenschmerz


Brennt der Himmel, brennt die Hölle,

brennt das ganze Erdenreich,

wird die Welt in Rauch aufgehen

und veglüh’n, es wär’ mir gleich.

 

Jeder Lebenszweck entschwindet,

durch Schmerz, der durch die Seele weht,

den man leidet und verflucht,

mit dem man letztlich untergeht!

 

Jesse van Hook 

2 Kommentare 12.9.08 07:55, kommentieren

Tränentod

Tränentod


Trauerschleier verhüll’n die Nacht,

wo ich täglich um den Schlaf gebracht.

Die Stunden zieh’n so einsam fort,

in meine Stille bricht kein Wort.

 

So sinnlos bleibt mein Herz zurück,

entrissen wurde ihm ein Stück.

Der Schmerz brennt heiß, ich bin so leer,

ertrinke so im Tränenmeer.

 

Jesse van Hook 

1 Kommentar 12.9.08 07:54, kommentieren